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Therapeutische Wohngemeinschaft

Was

Die Therapeutische Wohngemeinschaft bietet sich an für Menschen mit psychischen Störungen, psychosomatischen Erkrankungen und in Krisen. Ein Aufenthalt in der Therapeutischen Wohngemeinschaft kann ausserdem indiziert sein, wenn ambulante Behandlung nicht ausreicht oder wenn z.B. Abklärungs- oder berufliche Wiedereingliederungsversuche eng begleitet sein sollen. Neben acht stationären stehen  Tagesstrukturplätze (tagesklinisches Angebot) sowie zwei Wohnhäuser zur Nachsorge und Rückfallprophylaxe zur Verfügung. 
 
Ein kompetentes Team aus unterschiedlichen psychosozialen Fachbereichen bietet Betroffenen Unterstützung dabei, persönliche Problembereiche zu identifizieren und zu verstehen, daraus neue Strategien zu entwickeln und diese im Alltag zu erproben und umzusetzen.
 
Aus einem breiten Angebot (Betreutes Wohnen, Begleitung bei sozialarbeiterischen Themen, Tagesklinische Betreuung, Tagesstruktur und Beschäftigung, klinisch-psychologische Diagnostik, Psychotherapie, Ergotherapie und enge Zusammenarbeit mit Facharzt bzw. -ärztin) wird ein individuelles Therapieprogramm erstellt.

Die Therapeutische Wohngemeinschaft besteht seit 1989 und ist eine staatlich anerkannte Einrichtung des sozialen und gesundheitlichen Helfersystems in Liechtenstein (Art. 52 Gesundheitsgesetz).
 
TWG Haus

Aufgabe

Der staatliche Versorgungsauftrag der Therapeutischen Wohngemeinschaft ist Rehabilitation und Reintegration.
 
Das heisst, wir setzen es uns zum Ziel, gemeinsam mit unseren Klienten persönliche Möglichkeiten und Grenzen der Selbständigkeit zu klären und ein grösstmögliches Mass an Autonomie in den Bereichen Wohnen, soziale Beziehungen, Arbeitsfähigkeit, Freizeitgestaltung sowie im Umgang mit psychischen Erkrankungen und Krisen zu erlangen.

Wer

Die Therapeutische Wohngemeinschaft bietet einen individuell abgestimmten Behandlungsrahmen für Menschen ...
 
... mit psychischen Erkrankungen:
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Affektive Störungen
  • Suchterkrankungen
  • Schizophrene Erkrankungen
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Belastungsstörungen
  • etc.
 
... in Lebenskrisen
  • Im Zusammenhang mit belastenden Lebensereignissen
  • Zur Bewältigung von Störungen bei Entwicklungsaufgaben
  • etc.
 
... bei denen niederschwelligere Angebote nicht ausreichen:
  • Zur umfassenden Abklärung komplexer Problembereiche
  • Instabilität in mehreren Lebensbereichen, die eine umfassende Begleitung bei der Bewältigung der Anforderungen des Lebens nötig macht
  • etc.

Angebot

Betreuungsformen
 
Stationäres Angebot:
  • Therapeutischer Aufenthalt
    Ein therapeutischer Aufenthalt ist dann indiziert, wenn beim Eintritt ein konkretes therapeutisches Ziel besteht. Gemeinsam mit dem Betroffenen, externen involvierten Fachpersonen und den Mitarbeitern der Therapeutischen Wohngemeinschaft  wird ein individuell angepasstes Therapieangebot zur Erreichung dieses Ziels zusammengestellt. Für einen solchen Aufenthalt stehen neun Einzelzimmer zur Verfügung.
  • Assessment
    Besteht beim Eintritt eine Unklarheit bezüglich konkreten Zielen und entsprechenden Angeboten, dient der Aufenthalt zunächst der Abklärung von bestehenden Problembereichen, persönlichen Ressourcen und passenden Therapiestrategien.
  • Krisenaufenthalt
    Ein Krisenaufenthalt fokussiert auf die Bewältigung einer aktuell bestehenden Krisensituation und ist auf vier Wochen begrenzt. Im Anschluss daran kann ein therapeutischer Aufenthalt folgen. Als Voraussetzung für eine Krisenintervention in der Therapeutischen Wohngemeinschaft muss eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung ausgeschlossen werden können.
 
Teilstationäres / tagesklinisches Angebot:
  • Tagesstruktur
    Ist eine funktionierende Wohnsituation vorhanden, besteht die Möglichkeit einer ambulanten Teilnahme am therapeutischen Angebot. Die Dichte der Tagesstruktur orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen des Betroffenen sowie an gemeinsam formulierten therapeutischen Zielen. So besteht die Möglichkeit eines quantitativ intensiven und umfangreichen Angebots.
 
Stationäres Angebot in den Aussenhäusern:
  • Aussenwohngruppe
    Die Aussenwohngruppe ist weniger intensiv betreut und dient ehemaligen Klienten der Therapeutischen Wohngemeinschaft  als Sprungbrett in die Selbstständigkeit. Dafür ist ein mittelfristiger Aufenthalt vorgesehen. Die Betreuungsdichte orientiert sich am Bedarf der KlientInnen.
  • Langzeitbetreutes Wohnen (Haus auf Berg)
    Wenn sich im Therapeutischen Aufenthalt zeigt, dass eine länger- oder langfristige Betreuung zur Erhaltung und Verbesserung der (wieder-) erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten nötig ist, bietet das Haus auf Berg die idealen Strukturen. Eine regelmässige Anwesenheit der Hausleitung gewährleistet eine weiterführende Unterstützung bei den Anforderungen des täglichen Lebens.
 
Nachbetreuungsangebot:

Im Rahmen der ambulanten Nachbetreuung werden die KlientInnen bei ihrer Rückkehr in den Alltag noch eine gewisse Zeit sozio- und / oder psychotherapeutisch begleitet. Ein wesentliches Ziel dabei ist stets die Aufrechterhaltung der wiedererlangten Stabilität. Dabei dient die vertrauensvolle Beziehung zum Betreuungspersonal als stabilisierender Faktor. So kann auch Rückfällen vorgebeugt bzw. bei Bedarf eine rasche Krisenintervention eingeleitet werden. Umfang und Dauer der Nachbetreuung richten sich nach der Bedarfslage der KlientInnen.

Therapeutisches Programm

  • Soziotherapie
    Zentrales Element der Sozio- bzw. Milieutherapie ist die Steigerung der Selbständigkeit in bedeutsamen Lebensaufgaben über das Handeln, das Sammeln neuer Erfahrungen und die Auseinandersetzung mit einem Gegenüber.
    Dazu dienen in der Therapeutischen Wohngemeinschaft einerseits die Gruppensituation, welche Erfahrungen im Zusammenhang mit sozialen Themen ermöglicht, sowie das Bezugspersonensystem. Die Bezugsperson steht sowohl für die Begleitung bei den Anforderungen des täglichen Lebens als auch zur Unterstützung in sozialarbeiterischen Themen (Arbeit, Wohnen, Finanzen, Freizeit) zur Verfügung.

    Diese Angebote sind in eine Wochenstruktur eingebettet, die in einer möglichst realitätsnahen Form weder unter- noch überfordernd sein soll.
     
  • Psychotherapie
    Schwierige biografische Einflüsse bzw. psychische Erkrankungen führen häufig zu einer beeinträchtigten Fähigkeit, die Anforderungen des Lebens zu bewältigen. Viele Betroffene haben bereits verschiedenste unbefriedigende Bewältigungsversuche hinter sich.

    Für konstruktive und wirkungsvolle Veränderungen stellt die Psychotherapie Wissen über menschliches Verhalten und Fühlen im Allgemeinen bzw. psychische Erkrankungen im Besonderen zur Verfügung. Als Grundlage dient ein genaues individuelles Problemverständnis. Aufbauend darauf konzentriert sich die Psychotherapie auf die Steigerung der Alltagsbewältigung, die Aufarbeitung persönlicher biografischer Themen und den Umgang mit psychischen Erkrankungen.

    Das psychotherapeutische Angebot in der Therapeutischen Wohngemeinschaft besteht aus Einzel- und Gruppensitzungen.
     
  • Klinisch-psychologische Diagnostik
    Die klinisch-psychologische Diagnostik stellt einen Teil des individuellen Problemverständnisses dar. Sie erfasst allgemeine Faktoren des menschlichen Handelns, Denkens und Fühlens, kognitive Leistungen sowie die Diagnostik psychischer Erkrankungen.

    Dazu werden Verfahren nach dem neuesten Stand der Wissenschaft angewendet.
     
  • Ergotherapie
    Ziel der Ergotherapie ist es, Menschen bei der Durchführung von für sie bedeutungsvollen Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit/Erholung in ihrer Umwelt zu stärken. In der Ergotherapie werden spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung gezielt und ressourcenorientiert eingesetzt. Dies erlaubt es dem Klienten, seine Handlungsfähigkeit im Alltag, seine gesellschaftliche Teilhabe (Partizipation) und seine Lebensqualität und –zufriedenheit zu verbessern.
     
  • Facharzt bzw. –ärztin
    Es besteht eine intensive und regelmässig stattfindende Zusammenarbeit mit Fachärzten bzw. –ärztinnen aus dem Bereich der Psychiatrie. Grundsätzlich ist eine Fachärztin mindestens zweimal pro Monat auf Konsiliarbasis im Haus anwesend. Besteht mehr Bedarf, kann dies rasch in die Wege geleitet werden.

Wie

Bei Interesse am therapeutischen Angebot erfolgt zunächst eine Anfrage über eine involvierte Fachperson bzw. kann dies auch über die betroffene Person geschehen.
 
Im Anschluss wird ein Termin für eine Besichtigung sowie ein Erstgespräch zur Klärung therapeutischer Zielsetzungen vereinbart.
 
Wenn die Ziele sowie deren Umsetzbarkeit im Rahmen der Angebote der Therapeutischen Wohngemeinschaft übereinstimmend geklärt worden sind, erfolgt eine verbindliche Anmeldung. Bevor die definitive Aufnahme erfolgt, sind die Sicherstellung der Kostenübernahme und eine ärztliche Zuweisung notwendig.
 
Für nähere Informationen stehen Ihnen die MitarbeiterInnen der Therapeutischen Wohngemeinschaft gerne zur Verfügung.

Der Aufenthalt in der Therapeutischen Wohngemeinschaft wird je nach Lebens- und Gesundheitssituation von unterschiedlichen Kostenträgern finanziert:
  • Amt für Soziale Dienste
  • Krankenkasse
  • Invalidenversicherung

Team

Multiprofessionalität hat einen sehr hohen Stellenwert. Das Team der Therapeutischen Wohngemeinschaft setzt sich zusammen aus Fachpersonen der Psychologie, Psychotherapie, Psychiatriepflege, Krankenpflege, Sozialpädagogik und Sozialarbeit.
 
 
stehend v.l.n.r.:
Peter Legen, Gesundheits- und Arbeitspsychologe
Christine Thöny, Gesundheits- und klinische Psychologin, Leiterin TWG
Patrick Lampert, Gesundheits- und klinischer Psychologe, Psychotherapeut i.A.
Hans Christian Paz Nötzlin, Psychologe
Benita Gartmann, Sozialbegleiterin
Claudia Winkler-Kieber, Ergotherapeutin
 
sitzend v.l.n.r:
Claudia Berényi, Sozialpädagogin
Linda Arakilyan, Sozialpädagogin, Stv. Leiterin TWG
Andreas Pfister, Sozialbegleiter
Maria Dünser, Lebens- und Sozialbegleiterin
 
 
Auf dem Bild fehlen: Manuela Dittrich-Dobler, Psychotherapeutin; Gstöhl Andrea,
Halter Susanne, Gsundheits- und klinische Psychologin; Mathis Mirjam, Fachfrau Gesundheit

Weitere Informationen

Für nähere Informationen stehen Ihnen die MitarbeiterInnen der Therapeutischen Wohngemeinschaft gerne zur Verfügung.
 
Therapeutische Wohngemeinschaft
Guler 38
9493 Mauren
T +423 / 373 34 54
F +423 / 373 57 55
twg@vbw.li
 
Bereichsleiterin
Sozialtherapeutische Dienstleitungen
Frau Christine Thöny
Guler 38
9493 Mauren
T +423 / 373 34 54
christine.thoeny@vbw.li